23.07.2012

Verdammt

... viel Zeit ist seit meinem letzten Post vergangen.

Jetzt also das längst fällige Update.

Das Wichtigste vorweg: in 16 Tagen beginnt mein Urlaub! Ich kann es kaum noch erwarten endlich mal wieder nach Deutschland zu kommen und Familie und Freunde zu sehen. Immerhin bin ich dann auch schon acht Monate in den Emiraten. Zwar haben mich meine Eltern ende März besucht, aber dieser Besuch dauerte leider auch nur eine gute Woche und war viel zu schnell wieder vorbei.

Was gibt es hier sonst zu berichten?

Ich habe endlich einen eigenen fahrbaren Untersatz und bin endlich mobil! Nicht ganz unwichtig hier. Bei den jetzigen Temperaturen und der zum Teil sehr hohen Luftfeuchtigkeit geht man nicht unbedingt gerne vor die Tür, da ist ein klimatisiertes Auto wirklich eine Wohltat.

In der letzten Zeit hat sich in der Firma auch einiges getan, eine Menge Stellen sind neu besetzt worden. Einer meiner Kollegen hat nach Abu Dhabi zur Civil Defence Academy (Feuerwehrschule der Emirate) gewechselt. Ein weiter Kollege wird uns im August ebenfalls in Richtung Academy verlassen. Dafür kommen neue Kollegen und geht das Leben hier letztendlich ganz normal weiter.

In den letzten Wochen war ich gelegentlich im Hard Rock Cafe Dubai, wo ich ein paar sehr schöne Abende verbringen konnte. Nicht zuletzt wegen der erstklassigen Band, die bis zum Ramadan dort aufgetreten ist.

Stichwort Ramadan: der moslemische Fastenmonat wirkt sich auch auf uns aus, sowohl im alltäglichen Leben, als auch bei der Arbeit. Die Moslems dürfen in dieser Zeit bei Tageslicht nichts zu sich nehmen, auch nicht rauchen oder Kaugummi kauen. Und wir dürfen es nicht in deren Gegenwart! Also ist die Tür unseres Büros zurzeit tagsüber immer geschlossen.

Auch im normalen Leben merkt man den Ramadan. Zwar habe ich bisher nur wenige Tage davon mitbekommen, aber meine Kollegen haben mich mit den wichtigsten Informationen versorgt. 

Restaurants öffnen erst nach Sonnenuntergang und selbst in den großen Malls bekommt man zwar bei McDonalds und Co etwas, muss es aber im Auto verzehren.

Nicht ganz einfach wenn man bedenkt, dass unser Job machmal sehr anstrengend sein kann und man bei den jetzigen Temperaturen sehr schnell dehydriert. Aber selbst unter solchen Umständen lassen sich unsere einheimischen Kollegen nicht dazu bewegen wenigstens etwas Wasser zu trinken.

Nachdem ich hier in Fujairah seit einiger Zeit an der Heißausbildung beteiligt bin hatten wir jetzt die Möglichkeit auf dem Gelände der Civil Defence Academy in gasbefeuerten Flashover-Containern zu üben. Es war sehr interessant und hat eine Menge Spaß gemacht.









Sonst bleibt nur noch zu vermelden, dass es in Fujairah in letzter Zeit einsatztechnisch extrem ruhig ist, wir haben im Juli noch weniger Einsätze als sonst auch schon.

So viel für heute, bis zum nächsten Mal.

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